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Unsere Impf - Aktionen in Indien im Oktober 2000
Bombay, den 3. November 2000
Kurzbericht über unsere Aktivitäten in Indien im Herbst 2000
Im Oktober 2000 konnten wir nach dem bewährtem Modell 4078 Kinder in neun "Camps" durch lokale, indische Ärzte in unserer Gegenwart in Gujarat (in Norden), in Goa und in Bombay impfen lassen. Die Gesamtzahl aller Kinder, denen vielleicht die eine oder andere Kinderkrankheit erspart wurde, beträgt nun über 28.000 innerhalb von fünf Jahren. Im Durchschnitt haben wir pro Kind - alles eingerechnet - rund 3,50 DM ausgegeben. Wir danken allen Spendern und Förderern, die unsere Arbeit ermöglicht haben, und wünschen ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest 2000. Dank auch insbesondere an die Lufthansa, die - wie schon in früheren Jahren - eine große Anzahl von in Deutschland gesammelten Teddybären und Stofftieren kostenlos von Deutschland nach Indien transportiert hat.
Im Detail
Am 29. September traf ich (Hans-Joachim Regge) von Bremen kommend nach neun Stunden Flug in Bombay (Jetzt Mumbai genannt) ein. In Indien hatte gerade das Navratri- (Dandiya -) Fest begonnen - vergleichbar mit dem Karneval in Rio. Neun Tage lang bebte die Erde - es wurde überall auf den Straßen gefeiert und getanzt - der Karneval in Rio ist sicherlich lahm dagegen ! Natürlich muß man da mitfeiern, was ich auch gerne getan habe !In Bombay, sowie in Thane, einem Vorort von Bombay, wurden gleichzeitig die Vorbereitungen getroffen: Termine mit ortsansässigen Ärzten besprochen, Räumlichkeiten gesucht und Impfstoffe etc. sowie viele Zahnbürsten und Zahnpasta-Tuben sowie Unmengen an Kekspackungen aus indischer Produktion eingekauft. Es hatte sich wieder gezeigt, dass das von uns seit Beginn unserer Aktionen angewandte Konzept, mit lokal bekannten Ärzten zusammenzuarbeiten, und auch das benötigte Material (Medikamente etc.) von örtlichen Lieferanten zu beziehen, richtig ist. In einigen Fällen erkundigten sich schon mal Behördenvertreter, woher die Impfstoffe stammten und ob wir es nicht etwa darauf abgesehen hatten, mit den Medikamenten Experimente an unseren kleinen Patienten durchzuführen. Nachdem solche Zweifel einfach aus der Welt geschafft werden konnten, waren alle zufrieden und es wurde tatkräftig mitgeholfen. Es sei jedoch gesagt, dass es einiges an Energie kostet, (bei bis zu 40 Grad im Schatten !) bis zu siebenhundert Kinder samt Gefolge an einem Tag (am besten gleichzeitig) zu versorgen. Wer bereits einmal in Indien in einen Zug oder Bus gelangen wollte, weiß Bescheid: Anstellen tut man sich nicht.... Der Lärm ist mitunter ohrenbetäubend, und ein Stück Watte dringend erforderlich ! Die Ärzte und Assistenten hatten bereits früher mit uns zusammengearbeitet. Hierdurch konnte in den insgesamt neun Camps etwas routinierter gearbeitet werden. Jedes Kind erhielt eine Impfkarte, soweit nicht eine mitgebracht wurde. In Listen wurden die Impfungen samt den Daten der Kinder festgehalten. Wie in früheren Jahren standen sieben Umzugskartons mit Kuscheltieren zur Verfügung, die heiß begehrt waren und jeweils nach der Impfung an die kleinen Patienten verteilt wurden. Nachdem die Spielzeuge alle waren, erhielt jedes Kind je eine Zahnbürste und eine Tube Zahnpasta oder eine Packung Kekse, welche auch gerne entgegengenommen wurden. Mütter, welche kleinere Kinder brachten, erhielten eine Flasche mit Vitamin-Sirup ( Vitamin A im Norden, Vitamin B in Bombay wegen unterschiedlicher Essgewohnheiten). Vitaminmangel ist sehr verbreitet und führt nicht selten bis zur Augenlinsentrübung. Zwei indische Firmen hatten von unseren Aktionen gehört und haben große Mengen Kekspakete gespendet, was den Andrang noch erhöhte.
Geimpft wurde je nach Bedarf gegen folgende Krankheiten:
Mumps-Masern-Röteln (sog. MMR-Impfung) oder
Typhus,
Diphterie-Keuchhusten-Tetanus (sog. DPT-Impfung),
Röteln (Rubella, bei Mädchen um die 14 besonders wichtig),
Tetanus (Wundstarrkrampf),
Masern (die Kleinsten bis zu einem Jahr),
Zusätzlich erhielten die Kinder jeweils bei Bedarf noch eine Auffrischungsimpfung gegen Kinderlähmung (Polio). Kinderlähmung tritt in Indien durchaus weiterhin trotz der Bemühungen der indischen Regierung in den letzten Jahren auf, da hier nur Kinder bis zu fünf Jahren geimpft werden und auch für diese das Netz doch recht grobmaschig ist.... (Auf unseren "Camps" erhält nach Prüfung durch den indischen Arzt bzw. die Ärztin JEDER - auch wenn älter als 5 Jahre - die Schluckimpfung gegen Polio).
Als Abschluss unseres kleinen Berichts möchten wir wieder herausstellen (es wurde mitunter danach gefragt), dass unsere Absichten und Ziele in Indien einzig und allein die Sicherung bzw. Verbesserung der Gesundheit der Kinder sind. Wir sind nicht missionarisch tätig. Wir sind keiner Partei, Religion oder Sekte verbunden und es ist auch nicht unser Bestreben, die religiöse Einstellung oder die Kastenzugehörigkeit der Familien der Kinder zu verändern.
Fazit
Wir werden unsere Arbeit entsprechend dem bewährten Rezept im Jahre 2001 weiter fortführen: Es ist jeweils ein Vereinsmitglied in den Impf-Camps anwesend, von dem auch der Einkauf der benötigten Materialien (Medikamente etc.) durchgeführt wird. Pro Kind betragen die Kosten im Durchschnitt etwa 3,50 DM, - Folgekosten oder Abhängigkeiten entstehen nicht.
Wir bitten unsere Freunde und Förderer recht herzlich, uns die Fortsetzung unserer Arbeit durch Spenden weiterhin zu ermöglichen.
Im Internet stehen ausführliche Berichte und Fotos von unseren Aktionen für sie unter den Adressen www.bombay.de und www.kindergarten.org sowie www.regge.com bereit. (Die Informationen sind identisch, nur zur Sicherheit mehrfach vorhanden)
Eine anschauliche Computer-CD wurde entwickelt, welche vollautomatisch eine Dia-Schau mit kleinen Video-Einblendungen von unseren Impf-Camps zeigt. Falls Sie einen Computer mit dem System Windows 98 haben und sich rund 200 Bilder einmal anschauen wollen: Bitte eben anrufen ! Die Bedienung ist Super-einfach: Einfach CD in das CD-ROM-Laufwerk des Computers einlegen, der Rest läuft automatisch (Software ist keine erforderlich (!) Und es wird auf Ihrem Computer nichts verändert oder installiert !!! Diese Dia-Schau wäre übrigens auch gut für die Vorführung in einem Schaufenster oder auf einem Betriebsfest etc. geeignet mit einer Sammelbüchse daneben... ! Die CD wurde übrigens in der Freizeit mit geliehenen Computern ohne Bezahlung entwickelt, der Materialwert einer CD beträgt etwa eine DM - wir geben also keineswegs gesammeltes Geld für Computer etc. aus !
Unsere Abrechnungen und Unterlagen werden vom Finanzamt der Freien Hansestadt Bremen jährlich geprüft, Spenden an unseren gemeinnützigen Verein können von der Steuer abgesetzt werden. Es können auch vom Gericht "verordnete" Geldbußen gespendet werden !
Mit freundlichen Grüßen (Hans-J. Regge)
Vereins-Spendenkonto : Postbank Hamburg Konto Nr. 778 000 - 209 Bankleitzahl 200 100 20Spenden sind absetzbar gem. Steuerbescheid Finanzamt Bremen-Mitte
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